Rauchverbot China

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Wenn einer eine Reise tut, dann packt er am besten die E-Zigarette ein. Denn in beliebten Urlaubsländern wie England sind E-Dampfer von den strengen Nichtraucherschutzgesetzen nicht betroffen. Hier erfahren Sie, wie es in Deutschland und weltweit mit dem Rauchverbot aussieht und wo es Sonderregelungen für E-Zigaretten gibt.

Rauchen in Deutschland

Im Vergleich zum restlichen Europa traten die hiesigen Nichtraucherschutzgesetze recht spät in Kraft. Erst 2006 und 2007 wurde die Rauchfreiheit durch mehrere Gesetzeserlässe stark eingeschränkt. Seitdem ist das Rauchen in Deutschland in allen Behörden und Gebäuden des Bundes, in öffentlichen Verkehrsmitteln und Bahnhöfen, an Hochschulen, Schulen, Krankenhäusern und in der Gastronomie verboten. Außerdem haben Arbeitgeber dafür Sorge zu tragen, dass nichtrauchende Angestellte nicht vom Zigarettenrauch rauchender Kollegen beeinträchtigt werden.

Da die Gesetzgebung zum Großteil Ländersache ist, zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den 16 deutschen Bundesländern. Am strengsten in das Rauchergesetz von NRW. Während vielerorts z.B. in speziellen Raucherräumen, Festzelten oder Raucherkneipen geraucht werden darf, ist dies in Nordrhein-Westfalen seit 2013 verboten. Auch in Bayern sind Festzelte rauchfreie Zone, was vor allem in den überfüllten Zelten des Oktoberfests immer wieder für Missstimmung sorgt.

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Eine Alternative bieten mit Liquid betriebene E-Zigaretten. Produkte, die keine Tabakerzeugnisse enthalten und bei denen also keine Verbrennung stattfindet, sind aktuell in Deutschland vom staatlichen Nichtraucherschutzgesetz nicht betroffen. Schließlich wird ja nicht geraucht. Privatpersonen und Unternehmen haben natürlich die Möglichkeit, in ihrem Hausrecht das Dampfen zu untersagen. So ist etwa in den Zügen der Deutschen Bahn auch das elektrische Dampfen verboten, nicht jedoch auf den Bahnsteigen. Auch Wirte könnten von diesem Recht Gebrauch machen. Viele freuen sich jedoch über die Alternative und erlauben ihren Gästen gern, in ihren Räumen E-Zigaretten zu benutzen. Sogar viele Arbeitgeber erlauben das elektrische Dampfen in ihren Büroräumen.

Tipp: Fragen Sie im Vorfeld beim Wirt oder Arbeitgeber, ob elektrisches Dampfen in den Räumen erlaubt ist und verwenden Sie ein Gerät, das optisch möglichst wenig Ähnlichkeit mit einer Tabakzigarette hat. So entstehen keine Missverständnisse und in einem offenen Dialog lassen sich viele von den Vorteilen der E-Zigarette überzeugen.

Rauchergesetze weltweit – nur in wenigen Ländern darf noch geraucht werden

Rauchergesetze weltweit

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Wie Deutschland haben die meisten Länder der Welt inzwischen umfassende Nichtraucherschutzgesetze erlassen. Seit der Jahrtausendwende ging eine regelrechte Welle der Rauchergesetze um den Globus. Inzwischen ist das Rauchen in öffentlichen Gebäuden fast überall nicht nur verboten, sondern teilweise sogar gesellschaftlich verpönt. Denn durch die neue Gesetzeslage hat sich vielerorts auch die Einstellung der Bevölkerung dem Rauchen gegenüber geändert.

Nur wenige Länder wie China oder Jamaica haben kein grundsätzliches Nichtraucherschutzgesetz. Hier darf generell auch in öffentlichen Gebäuden geraucht werden, es sei denn es wird ausdrücklich verboten. Häufig haben diese Länder dennoch Rauchverbote in staatlichen Gebäuden, Krankenhäusern und Bildungsinstitutionen.

Die meisten Länder aber verfügen über umfassende, staatliche Rauchergesetze. Zum Großteil beinhalten die, dass man in öffentlich zugänglichen, geschlossenen Gebäuden nicht rauchen darf. Zum Teil gelten Ausnahmeregelungen für Bars und Nachtclubs. Doch einige Länder gehen noch einen Schritt weiter. Brasilien oder die Niederlande zum Beispiel verbieten jegliche Werbung für Tabakerzeugnissen im Fernsehen und Radio. In Costa Rica und Hong Kong ist das Rauchen auch in öffentlichen Parks und an vielen Stränden verboten. Viele Länder haben Rauchverbote an Orten im Freien verhängt, wenn diese explizit zur Behandlung von Kranken oder zur Versorgung von Kindern gedacht sind. Zum Beispiel auf Geländen von Krankenhäusern oder auf Spielplätzen.

Tipp: Wie sehr der Konsum von Zigaretten tatsächlich kontrolliert und geahndet wird, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. In einigen Ländern ist das Rauchen z.B. in Bars trotz Rauchergesetz noch immer üblich. Wie in vielen anderen Dingen gilt auch hier: Beobachten Sie die Einheimischen und fragen Sie im Zweifelsfall nach.

Auch hier bieten E-Zigaretten vielerorts eine Alternative. In allen Ländern Großbritanniens beispielsweise fällt die E-Zigarette nicht unter das Nichtraucherschutzgesetz. In vielen anderen Ländern ist die Rechtslage noch nicht eindeutig geklärt. Hier lohnt sich das Nachfragen, ob Restaurantbesitzer oder die Inhaber anderer Institutionen für den Gebrauch von E-Zigaretten eine Ausnahme machen. Lediglich Hong Kong, Libanon und die Vereinigten Arabischen Emirate haben strikte Gesetze erlassen und den Konsum von E-Zigaretten verboten. Auch was das weltweite Reisen angeht, gibt es noch keine allgemeinen Gesetze für E-Zigaretten. Während das Rauchen von Tabakzigaretten inzwischen in allen Flugzeugen verboten ist, hat lediglich Air Canada eine solche Regelung auch für E-Zigaretten offiziell erlassen. Bei den anderen Fluggesellschaften lohnt sich das Nachfragen.

Kuriose Rauchergesetze weltweit:

  • In den Niederlanden ist zwar der Tabakkonsum in öffentlichen Gebäuden untersagt, nicht von den Rauchergesetzen betroffen ist allerding der Konsum von tabakfreien Haschischprodukten in Coffee Shops.
  • In Norwegen ist der Tabakkonsum in öffentlichen Gebäuden verboten, außer zu angemeldeten Veranstaltungen. Aus diesem Grund finden in Norwegen häufig Lesungen, Live-Konzerte oder Poetry Slams statt, anlässlich derer in den Veranstaltungsräumen dann geraucht werden darf.
  • In Palästina gibt es zwar keine allgemeinen Rauchergesetze, Frauen ist jedoch der öffentliche Konsum von Wasserpfeifen verboten.
  • Während auf dem spanischen Festland lediglich kleine Gaststätten die Wahl haben, das Rauchen zu erlauben und größere Gaststätten einen separaten Raucherbereich anbieten müssen, gibt es für die touristenreichen Balearen-Inseln eine Sonderregelung. Hier ist auch in größeren Bars und Clubs das Rauchen erlaubt.
  • Während die Rauchergesetze in den meisten Ländern nicht das befürchtete Wegbleiben der Gäste aus neuerdings rauchfreien Etablissements nach sich zog, zeichnet sich in Mazedonien ein anderes Bild. Hier dürfen Gastronomen zwar Raucherräume einrichten, in diesen darf jedoch nicht bedient werden. Um ihre Betriebe dennoch attraktiv zu machen, erhöhten die Gastronomen die Preise für Lebensmittel mit Bedienung, für Gäste der Raucherräume, die sich selbst bedienen, wurden die Preise jedoch gesenkt. Außerdem finden in diesen Raucherräumen häufig musikalische und andere kulturelle Veranstaltungen statt. Dies hat dazu geführt, dass sich in Mazedonien eine Selbstbedienungskultur mit vollen Raucherräumen etabliert hat, woraufhin viele gastronomische Mitarbeiter ihren Job verloren.

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