Dampfer, die vor Ihrem Umstieg jahrelang geraucht haben oder dies auch nur gelegentlich taten, haben sich in ihrer Raucherkarriere angewöhnt, kurz und kräftig an ihrem Glimmstängel zu ziehen. Ein solcher Zug dauert normalerweise nicht länger als zwei Sekunden. Was bei der Tabakzigarette vollkommen richtig ist – das heftige Ziehen verstärkt nämlich den Verbrennungsprozess – ist bei der E-Zigarette die vollkommen falsche Herangehensweise. Denn an Ihrer Elektro-Zigarette sollten Sie ganz gemächlich ziehen – und das bis zu 8 Sekunden lang!
Wenn Sie falsch an Ihrer E-Zigarette ziehen, kann sich das unter anderem dadurch bemerkbar machen, dass die Geschmacksentwicklung Ihres Lieblingsliquids für Sie kaum wahrnehmbar ist oder das Aroma sich nicht richtig entfaltet. Aber wir versprechen Ihnen: Kaum macht man’s (Ziehen) richtig, schon funktioniert’s.
Mit etwas Übung und dem richtigen Zug werden Sie Ihre E-Zigarette in Zukunft noch intensiver genießen und viel Freude an ihrem Gerät haben. Welche Zugtechniken es gibt und worauf Sie dabei achten sollten, erfahren Sie von Ihrer Mr-Smoke Redaktion. Zuvor aber noch ein paar Worte zum „Zugwiderstand“, der in diesem Zusammenhang ein wichtiger zu erklärender Begriff ist.

Was versteht man unter Zugwiderstand beim Dampfen?

Beim Ziehen am Mundstück Ihrer E-Zigarette müssen Sie eine gewisse Kraft mit den Lungen aufbringen. Diese Kraftaufwendung bezeichnet man im Fachjargon als Zugwiderstand. Jede elektrische Zigarette versorgt den Verdampfer über eine Öffnung mit Luft. Ob Sie fester oder weniger fest an Ihrem Drip Tip ziehen müssen, hängt davon ab, wie viel Luft durch die Öffnung strömen kann. Moderne E-Zigaretten verfügen über mindestens eine Airflow Control, die sich zumeist im unteren Bereich Ihres Verdampfers befindet. Über den Stellring der Airflow Control regeln Sie den Zugwiderstand ganz individuell und legen damit selbst fest, wie stark Sie an Ihrer Elektro-Zigarette ziehen müssen.

Subohm? Moderat? Lungenzüge? Backenzüge? – Welche Zugtechniken gibt es beim Dampfen?

Bevor wir Ihnen eine konkrete Hilfestellung für das richtige Ziehen an Ihrer E-Zigarette geben, möchten wir Sie zunächst natürlich wissen lassen, welche Zugtechniken es beim Dampfen überhaupt gibt. Besonders zwei Zugarten haben sich in Dampferkreisen durchgesetzt, die sie gewissermaßen in zwei Lager spaltet, was die persönlichen Vorlieben angeht. Die Dampfer des einen Lagers sammeln den Dampf ihrer Elektro-Zigarette erst in der Backe und inhalieren ihn anschließend in die Lunge. Sie lieben aromatisches Vapen im moderaten Bereich mit sogenannten Backenzügen. Die des anderen Lagers inhalieren den Dampf ihrer E-Zigarette direkt in die Lunge. Sie sind Fans krasser Dampfwolken und suchen den Kick. Ihre Züge nennt man Lungenzüge und die Dampfer, die diese Technik bevorzugen, extreme Subohm-Dampfer.

Backenzüge für einen moderaten Dampfgenuss:
Bei Backenzügen wird der E-Zigaretten-Dampf erst im Mundraum gesammelt und anschließend in die Lunge gezogen. Die Dampfmengen lassen sich bei dieser Technik sehr gut dosieren. Sie ähnelt der Zugtechnik, die Raucher kennen, wird beim Vapen aber viel langsamer und gemächlicher vollzogen als beim Rauchen.
Beim Backendampfen nehmen Sie das Aroma Ihres Liquids in der Regel intensiver wahr als beim Lungendampfen. Das liegt daran, dass sich die meisten Geschmacksknospen auf der menschlichen Zunge im Bereich der Mundhöhle befinden. Außerdem hat der Dampf bei dieser Technik genügend Zeit, sich zusätzlich in der Nasenhöhle auszubreiten, was zu einer weiteren Geschmacksintensivierung beiträgt. Gerade für Genussmenschen, die ihre E-Zigarette am liebsten moderat genießen, eignet sich das Backendampfen ganz hervorragend. Es empfiehlt sich auch, wenn Sie einen Verdampfer mit einem höheren Zugwiderstand und die richtige Hardware verwenden. Um welche es sich dabei genau handelt, erfahren Sie weiter unten in diesem Beitrag.

Lungenzüge für intensives Subohm-Dampfen:
Beim Vapen mit Lungenzügen wird der Dampf – ohne Zwischenstopp in der Mundhöhle – direkt in die Lunge inhaliert. Bei dieser Technik ist der Flash, also der Nikotinkick, größer. Der Grund dafür ist, dass durch das höhere Volumen der Lunge mehr Dampf eingeatmet wird und dem Körper dementsprechend auch mehr Nikotin zugeführt wird. Dampfer, die diese Zugtechnik bevorzugen, mögen nicht nur den Kick, sondern auch die mitunter gewaltigen Dampfmengen, die damit erzeugt werden können.
Für satte Lungenzüge eignen sich Verdampfer, die einen geringen Zugwiderstand aufweisen, oder eben über eine Airflow Control verfügen, über die Sie eine optimale Luftzufuhr sicherstellen. Das Inhalieren direkt in die Lunge ist die klassische Zugtechnik für das Dampfen im extremen Subohm-Bereich mit widerstandsarmen Verdampferköpfen, deren Widerstand kleiner als 1 Ohm ist.

Wie dampfe ich mit Backenzügen richtig? Und welche Modelle eignen sich dafür?

Backenzüge eignen sich wunderbar für ein geschmacksintensives Dampfen im moderaten Bereich. Geeignet hierfür sind E-Zigaretten-Modelle und Clearomizer, die mit einem Widerstand von über 1 Ohm betrieben werden. Hierzu gehören unter anderem das SC Kit 2, das SC iStick Set, die eVod 2 und eVod Mega sowie Aspire K1 und Aspire Premium. Bei diesen Geräten werden zumeist kleinere Verdampferköpfe befeuert. Zudem weisen sie einen gewissen Zugwiderstand auf, der für diese Zugtechnik sehr wichtig ist.

Folgendes Zugverhalten ist bei Backenzügen zu beachten:
Bei Modellen mit einem Widerstand von über 1,0 Ohm ziehen Sie den Dampf in der Regel langsam und gleichmäßig 5 bis 7 Sekunden lang in den Mund und inhalieren ihn erst dann in die Lunge. Eigentlich ganz einfach, aber auf das richtige Timing kommt es an! Vermeiden Sie also bitte kürze heftige Züge, wie Sie sie vom Rauchen einer Tabakzigarette gewohnt sind.

Infografik moderates Dampfen mit Backenzügen

Wie dampfe ich mit Lungenzügen richtig? Und welche Subohm-Modelle eignen sich dafür?

Etwas erklärungsbedürftiger ist das Dampfen mit Lungenzügen. Diese Zugtechnik ist die richtige für extremes Vapen mit gewaltigen Dampfwolken, wie sie Subohm-Dampfer lieben. Subohm-Modelle, die ein solch enormes Vaping-Erlebnis eröffnen, sind zum Beispiel die eGo One CT und eGo One VT, die eGrip VT, der SC iStick Basic (für dieses Modell bekommen Sie auch Verdampferköpfe mit einem Widerstand > 1 Ohm für einen moderaten Dampfspaß) oder die Aspire Elite.

Folgendes Zugverhalten ist bei Lungenzügen zu beachten:
Beim Subohm-Dampfen mit Verdampferköpfen, deren Widerstand kleiner als 1 Ohm ist, inhalieren Sie den E-Zigaretten-Dampf direkt in die Lunge. Diese Lungenzüge sollten – je nach Leistungseinstellung Ihres Subohm-Geräts – mindestens 5 bis 8 Sekunden lang andauern. Lassen Sie bereits ca. 2 Sekunden vor Beendigung Ihres Zuges die Feuertaste los! Das ist wichtig, weil beim Subohm-Dampfen sehr hohe Temperaturen erreicht werden und der Verdampferkopf etwas Zeit braucht, um abzukühlen. Durch das frühere Loslassen der Feuertaste stellen Sie sicher, dass kein Restdampf durch eine zu große Resthitze entsteht, der ansonsten einfach im Luftkanal kondensieren würde. Zu 100% liegt dieses Kondensieren an einem falschen Zugverhalten des E-Zigaretten-Nutzers und kann mit der richtigen Zugtechnik ganz einfach vermieden werden.

Infografik Subohm-Dampfen mit Lungenzügen

Bitte achten Sie – abgesehen von der richtigen Zugtechnik – auch immer darauf, dass sich weder zu viel, noch zu wenig Liquid im Tank befindet. Dampfen Sie nach einem Wechsel des Verdampferkopfes nicht sofort los, sondern geben Sie ihm ein paar Minuten Zeit, genügend Liquidflüssigkeit aufnehmen zu können!

Ganz egal, ob Sie Subohmdampfer sind oder ein Liebhaber des moderaten Dampfens, mit dem richtigen Zugverhalten verhindern Sie unerwünschte Vorkommnisse und können Sich voll und ganz auf einen unverfälschten Dampfgenuss freuen! Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Vapen!

 

infografik_subohm-dampfen-moderates-dampfen