Verdampfer (Atomizer) für E-Zigaretten

Der Verdampfer ist das Herzstück Ihrer E-Zigarette. Hier wird das Liquid in Dampf umgewandelt. Von den Eigenschaften Ihres Verdampfers hängt darum ab, wie intensiv und geschmackvoll Ihr Dampf ist. Es lohnt sich also, sich über die unterschiedlichen Möglichkeiten zu informieren und etwas herumzuprobieren, bis Sie den für sich perfekten Verdampfer gefunden haben.

Wie funktioniert mein Verdampfer?

Bei dem Verdampfer (Atomizer) handelt es sich um den Teil der E-Zigarette, in dem das Liquid bis zum Verdampfen erhitzt wird, um danach eingeatmet zu werden. Dies funktioniert mithilfe einer Heizspirale. Über ein Dochtmaterial oder durch Aufträufeln wird die Flüssigkeit an die Heizspirale weitergeleitet. Diese wird dann vom Akku mit Strom versorgt und heizt sich auf (auf ca. 60°C-120°C). Durch die starke Hitze wird das Liquid zu einem Aerosol verdampft, das schließlich eingeatmet werden kann. Verdampfer gibt es in unterschiedlichsten Ausführungen. Unterschieden wird zum einen zwischen Cartomizern (bei denen das Liquid über eine Spezialwatte an den Verdampferkopf weitergleitet wird), Clearomizern (durchsichtigen Gehäusen) und Tröpfelverdampfern (bei denen das Liquid tröpfchenweise auf die Heizspirale gegeben wird). Erfahrene E-Zigarette-Dampfer haben aber auch die Möglichkeit, einen sogenannten „Selbstwickelverdampfer“ zu nutzen, also ein Verdampfergehäuse, in das der Nutzer eigenhändig Dochtmaterial und Heizdraht einsetzt. So kann der Dampfer selbst zum Beispiel Einfluss auf die Widerstandsstärke des Drahtes nehmen, was zu individuellen Dampfergebnissen führt. Könner haben so die Möglichkeit, das für sie perfekte Dampferlebnis selbst zu gestalten (scrollen Sie nach unten für mehr Informationen).

Hier erfahren Sie mehr über die Funktionsweise der E-Zigarette.

Verdampfer für die E-Zigarette richtig reinigen

Wenn er vom Akku gelöst ist, ist der Verdampfer kein empfindliches Bauteil und kann ganz einfach mit Wasser gereinigt werden. Am besten durchspülen Sie Ihren Verdampfer einmal wöchentlich mit lauwarmem Wasser, um die Ablagerung von Liquidresten zu verhindern. Lassen Sie ihn danach ausreichend lange trocknen, am besten über Nacht. Bei hartnäckiger Verschmutzung können Sie den Verdampfer in einem hochprozentigen, zuckerfreien Alkohol – z. B. Wodka / Weingeist – einlegen. Spülen Sie ihn danach ordentlich aus und lassen Sie ihn ebenfalls über Nacht trocknen. Auch bei guter Wartung sind Verdampfer Verschleißteile. Je nach Gebrauch sollten Sie Ihren Verdampfer alle ein bis vier Wochen wechseln. Eine gute Pflege verlängert die Lebenserwartung Ihres Verdampfers natürlich.

Verdampfer und Widerstand – Wie viel Ohm bei wie viel Volt?

Erschrecken Sie jetzt bitte nicht, es wird etwas technisch. Doch das Ermitteln der richtigen Kombination aus Spannung und Widerstand braucht gar nicht viel Fachwissen und Sie werden merken, dass sich Ihr Dampferlebnis so ganz einfach perfektionieren lässt. Vereinfacht lässt sich sagen: Es geht darum, wie viel Spannung (Volt, V) aus Ihrem Akku an den Verdampfer geleitet wird und wie hoch der Widerstand (Ohm, Ω) des Drahtes in Ihrem Verdampfer ist. Ist die Spannung zu hoch und der Widerstand zu gering, kann der Heizdraht überhitzen und im schlimmsten Fall Schaden nehmen. Ist die Spannung zu niedrig oder der Widerstand zu hoch, wird das Liquid nicht optimal verdampft und Sie werden den Dampf als „zu schwach“ empfinden. Das richtige Verhältnis können Sie ganz leicht selbst ermitteln. Multiplizieren Sie die Voltzahl Ihres Akkus mit sich selbst und teilen Sie das Ergebnis durch die Ohmzahl Ihres Verdampfers. So errechnen Sie die Leistung (in Watt, W). Formel: V²/ Ω = W. Bestenfalls sollte die errechnete Wattleistung stets zwischen 4,5 W und 8,5 W liegen, die meisten Dampfer präferieren eine Leistung zwischen 6 W und 8 W.

Ein Beispiel: Ihr Verdampfer hat einen Widerstand von 2,4 Ω. Bei einem Akku mit einer Spannung von 3,2 V ergibt sich eine Leistung von 4,2 W (3,2² / 2,4 = 4,2). Im Verhältnis ist der Akku etwas zu schwach. Für einen solchen Verdampfer sollten Sie einen Akku mit mindestens 3,4 V (ergibt eine Leistung von 4,8 W) und höchstens 4,5 V (ergibt eine Leistung von 8,4 W) wählen. Hier finden Sie eine Liste, welche Spannung (Volt, V) mit welchem Widerstand (Ohm, Ω) in Ihrem Verdampfer kombiniert werden sollten. Alle anderen Kombinationen können Sie mit der Formel einfach selbst errechnen. Oder Sie fragen einen Fachhändler.

Ich habe einen Verdampfer, welcher Akku passt dazu?

  • 1,5 Ω → 3V – 3,6V
  • 2,0 Ω → 3V – 4,4V
  • 2,4 Ω → 3,4V – 4,5V

Ich habe einen Akku, welcher Verdampfer passt dazu?

Haben Sie einen Akku mit Twist (einen regulierbaren Akku) oder ohne? Je nachdem brauchen Sie nämlich unterschiedliche Verdampfer. Die meisten Akkus ohne Twist liefern 3,2 Volt. Damit also ausreichend Leistung (Watt) generiert wird, darf der Widerstand nicht zu hoch sein. Hier empfehlen sich Verdampfer mit 1,6 Ω bis 1,8 Ω. Wer einen regelbaren Akku hat, also einen Akku mit Twist, ist in der Wahl seines Verdampfers freier. Die meisten Akkus hier haben eine variable Spannung zwischen 3,2 V und 4,8 V. So können Sie bei unterschiedlichen Widerständen die ideale Leistung erzielen.

Wie finde ich für mich die perfekte Kombination?

Ganz einfach – ausprobieren. Generell lässt sich aber sagen, dass bei einem geringeren Widerstand mehr Hitze erzeugt wird. Dadurch wird das Liquid schneller verdampft und Sie nehmen schneller mehr Nikotin auf. Darunter leidet jedoch das Geschmackserlebnis. Bei einem höheren Widerstand wird das Liquid langsamer verdampft, es entsteht mehr Aerosol und somit auch mehr Geschmack. Allerdings nehmen Sie so weniger Nikotin auf.

Selbstwickler – wie geht das?

Wenn Sie wollen und technisch etwas versiert sind, können Sie einen Selbstwickelverdampfer kaufen. So müssen Sie im Schadensfall nicht den kompletten Verdampfer auswechseln, sondern können einfach eine neue Heizspirale wickeln bzw. den Docht ersetzen und so Kosten sparen. Aber keine Angst. Auch, wenn Sie sich Ihre Verdampfer nicht selbst wickeln können, bedeutet das nicht, dass Sie sich in Unkosten stürzen müssen. Mittlerweile sind Ersatzverdampfer so günstig geworden, dass man auch ohne technisches Know-how kostensparend dampfen kann. Durch die Wahl des richtigen Drahtes können Sie aber Einfluss auf die Dampfentwicklung nehmen und so das für Sie perfekte Ergebnis erzielen.

–          Der Draht: Beliebte Drähte sind Kanthal-Drähte oder Drähte aus Nickel-Chrom-Legierungen. In der Regel gibt es sie in Stärken zwischen 0,16 mm und 0,2 mm zu kaufen, wobei dünnere Drähte einen höheren Widerstand haben (oben erfahren Sie mehr über den Einfluss des Widerstands auf das Dampferlebnis). Neben der Drahtstärke hat auch die Anzahl der Wicklungen Einfluss auf den Widerstand. Achtung: Bei gleicher Stärke hat Kanthal-Draht einen höheren Widerstand als Nickel-Chrom-Drähte, letztere sollten also einmal mehr gewickelt werden, um den gleichen Widerstand zu erzielen.

–          Der Docht: Anfänger sollten mit Glasfaserdochten arbeiten. Wer bereits etwas Erfahrung beim Selbstwickeln gesammelt hat, der kann zur haltbareren Silikatschnur greifen. Die ist allerdings teurer und sollte daher nicht zum Üben verwendet werden.

Probier-Tipp: Tröpfelverdampfer

Wer gerne verschiedene Liquids ausprobiert, sollte zu einem Tröpfelverdampfer greifen. Bei Cartomizern oder Clearomizern bleibt immer etwas Restliquid im Dochtmaterial zurück. Daher dauert es einige Züge, bis nach einem Liquidwechsel die neue Geschmacksrichtung durchkommt. Bei Tröpfelverdampfern gibt man das Liquid tropfenweise direkt auf den Verdampfer. So kann man schnell zwischen verschiedenen Liquids wechseln.